Distelfink für Biobauern

Gerlinde und Georg Burger mit Tochter, rechts die Kreisvorsitzende Dr. Beate Grüner

 

Auf der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe  wurde der Distelfink 2017 an das Ehepaar Georg und Gerlinde Burger aus Rohr. 

Die Preisträger betreiben eine 37 Hektar großen Milchviehbetrieb mit 22 Milchkühen inklusive Nachzucht. Sie vermarkten die Milch und Milchprodukte aus der hofeigenen Käserei, Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln in ihrem Hofladen. Bereits 1974 stellte sein Vater Heinrich Burger auf ökologischen Landbau um. 1989 hat Georg Burger den Bioland-Betrieb von seinen Eltern übernommen mit damals 13 Milchkühen und 13 Hektar Fläche. Der Fördergemeinschaft organisch-biologischer Land- und Gartenbau e. V. geht es um den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen durch organisch-biologischen Landbau. Ihr Ziel ist die Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel als Basis für eine vollwertige Ernährung. Diese Zielen decken sich mit denen des BN, der dafür wirbt, dass Verbraucher mehr ökologisch und saisonal erzeugte Lebensmittel von Landwirten aus der Region kaufen. Diesen wird dadurch ermöglicht, ihren Betrieb auf Ökolandbau umzustellen. Der BN setzt dafür viele personelle und finanzielle Ressourcen ein.

Mit dieser Ehrung soll die besondere Bedeutung des Ökolandbaus für Mensch und Natur herausgestellt werden. Ökolandbau bedeutet mehr als gesunde Lebensmittel ohne Pestizide, Mineraldünger und Gentechnik, mehr Tiergesundheit und mehr regionale Kreisläufe. Zugleich werden Wasser, Boden und Luft weniger mit Schadstoffen belastet. Böden werden weniger durch Erosion und Verdichtung geschädigt. Es gibt weniger Artenschwund bei Tieren und Pflanzen und es werden weniger Energie und Rohstoffe verbraucht.

Mit dem diesjährigen Distelfink ehrt die BN Kreisgruppe Roth ausdrücklich auch das langjährige, Generationen übergreifende Engagement der gesamten Familie Burger für den Ökolandbau . Heinrich und Babette Burger haben vor über 40 Jahren als Pioniere des Ökolandbaus, als Bio-Landwirte der ersten Stunde in Mittelfranken diesen Weg für eine Natur schonende Landwirtschaft eingeschlagen. Sie haben das getan, als der Ökolandbau noch nicht staatlich gefördert wurde und die Politik der Öffentlichkeit hauptsächlich billige Lebensmittel versprach. Damals galt der Ökolandbau, insbesondere im Kreis der Berufskollegen als rückständig, fortschritts- und technikfeindlich; insgesamt als nicht zukunftsfähig. Gerade solche Pioniere wie die Familie Burger braucht es, die einen als richtig erkannten Weg auch gegen Widerstände einschlagen. Ihr Sohn Simon Burger wird als frisch gebackener Landwirtschaftsmeister für den ökologischen Landbau diesen Weg weitergehen.