Ersatzlaichgewässer fertig gestellt

Die Ortsgruppe Allersberg begründet auf Gemeindegrund ein Ausweichbiotop für Amphibien.

 

Seit vielen Jahren schon betreuen etwa 8-10 Personen der Allersberger Ortsgruppe im BN die Laichwanderung von Kröte und Co. über die stark befahrene Staatsstraße von Allersberg nach Freystadt kurz vor der Ortschaft Reckenstetten. Ein Krötenzaun schützt die Amphibien vor der Überqueren der Strasse. Sie fallen dann in die eingegrabenen Eimer und werden von den Helfern über die Strasse zu ihrem Laichgewässer getragen.

Waren es anfangs noch weit über 1.000 gerettete Tiere jährlich, so sank ihre Zahl im Laufe der Jahre stetig bis auf nur noch etwa 400 – 500.

Mit großer Sorge beobachteten die Tierschützer, dass die privat zur Fischaufzucht genutzten Laichgewässer in den letzten Jahren regelmäßig zur Laichwanderzeit abgelassen wurden und der abgelegte Laich in der Sonne vertrocknete.

Der an die bisherigen Laichgewässer angrenzende Wald steht im Eigentum der Marktgemeinde Allersberg. Die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Bernhard Böckeler war dankenswerterweise bereit, ein etwa 1.000 qm großes Waldstück roden zu lassen. Das geschah schon im letzten Jahr. Richard Radle stand uns mit Rat und Tat bei der Planung zur Seite, der Landschaftspflegeverband Mittelfranken half bei der finanziellen Abwicklung.

Heuer im Januar 2015 rückte dann der Bagger an. Weil der Baggerführer schon Erfahrung mit der Anlage von ähnlichen Biotopen gesammelt hatte, war das Ganze in 1 ½ Tagen erledigt.

Die neue Heimstätte der Amphibien liegt nur einen Steinwurf weit von ihrem bisherigen Laichgewässer entfernt.

Ein großer Wunsch der Ortsgruppe Allersberg ist in Erfüllung gegangen!

Die meiste Arbeit liegt aber noch vor uns.

Es gilt Kröte und Co. an ihr neues Zuhause zu gewöhnen! Das wird gar nicht so einfach sein, denn die Tiere werden wohl nach dem Einbringen in ihr neues Laichgewässer zumeist unmittelbar dorthin hüpfen, wo sie auch aufgewachsen sind, nämlich ihre altbekannten Fischweiher, auch wenn diese abgelassen wurden und sich nur noch schlammige Tümpel mit etwas Wasser gebildet haben.

Unsere Aufgabe wird es dann sein, den dort abgelegten Laich mit Eimern in das neue Biotop zu bringen. Einen langen Atem vorausgesetzt, dürfte in etwa 5 oder mehr Jahren der Umgewöhnungsprozess beendet sein. Vorausgesetzt die Wasserqualität , der Lichteinfall und damit die Wasserwärme entspricht den Erfordernissen der Amphibien. Eventuell muss auch noch nachgebessert werden.

Text und Fotos: Wolfgang Backfisch

Nach dreieinhalb Jahren im Juli 2018

Es ist bunt geworden im und um den Himmelsweiher herum. Ohne weitere menschliche Eingriffe hat die Natur ganze Arbeit geleistet. Auch der sehr warme und trockene Sommer im Jahr 2018 ließ den Wasserstand nicht nachhaltig absinken, weil der Weiher von Grundwasserströmen rund um die Eisbühler Höhe gespeist wird. Das Schilf und die vielen Wasserpflanzen bieten gute Versteckmöglichkeiten für die Amphibienbrut.