Der Agrarindustrie die Stirn bieten!

Aufruf zur Demonstration am 20. Januar 2018

 

Der Agrarindustrie die Stirn bieten!


Gemeinsam für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und Gerechten Welthandel!
Vier weitere verschenkte Jahre in der Agrarpolitik? Das können wir uns nicht leisten. Dringender denn je brauchen wir eine bäuerliche, ökologischere Landwirtschaft und gesundes Essen für alle! Doch wer etwas verändern will, legt sich mit der mächtigen Agrarlobby an. Schluss damit: Die Politik muss endlich den Interessen der Menschen folgen, statt Konzernen zu mehr Macht zu verhelfen. Deswegen müssen wir – die kraftvolle, bunte, lautstarke Bewegung – den Konzernen die Stirn bieten und die nächste Regierung in die Pflicht nehmen.


Wir haben die fatale Realität der industriellen Landwirtschaft satt – und wir wissen, wie es besser geht:
- Unternehmen wie Bayer und Monsanto fusionieren zu immer größeren Megakonzernen, wollen Macht vom Acker bis zum Teller – und verdienen Milliarden mit unserem Essen. Die Konsequenz: Lebensmittel-Skandale, Glyphosat und Antibiotikaresistenzen, Verlust der Artenvielfalt und verschmutztes Trinkwasser, Gentechnik und Patente auf Pflanzen und Tiere. Doch wir wollen gesundes Essen von Bäuerinnen und Bauern für alle! Für eine Ernährungspolitik, die auf regionale und nachhaltige Lebensmittel setzt statt auf industrielle Massenprodukte!-  In Megaställen und Schlachthöfen, wo Arbeitsrechte oftmals mit Füßen getreten werden, trimmt die Fleischindustrie die Tiere immer weiter auf Profit. Doch Schweine, Hühner und Kühe brauchen Stroh, Auslauf und Weideland. Das „immer mehr“, "immer größer“ und „immer intensiver“ in der Landwirtschaft treibt Bauernhöfe in den Ruin. Seit 2005 hat jeder dritte landwirtschaftliche Betrieb in Deutschland dichtgemacht. Schluss mit den Subventionen an die Agrarindustrie! Die Bundesregierung muss den Umbau hin zu artgerechter Tierhaltung wirksam fördern!
- Aggressive Exportstrategien und verfehlte Agrarpolitik ruinieren Bäuerinnen und Bauern auf der ganzen Welt. Mit Kampfpreisen und Landraub ziehen große Konzerne den Bauernhöfen im globalen Süden und in Europa den Boden unter den Füßen weg. Statt Konzerninteressen mit Freihandelsabkommen abzusichern, brauchen wir weltweit sicheren Zugang zu Land, Wasser, Saatgut und Nahrung. Auch kleine und mittlere Betriebe, die Tiere gut halten und Klima und Umwelt schützen, müssen von ihren Produkten leben können – überall. Deswegen: Schluss mit Dumping-Exporten – für globale Bauernrechte und eine weltweite Agrarwende!
Essen ist politisch Millionen Bäuerinnen, Bauern und Lebensmittel-HandwerkerInnen auf der ganzen
Welt ackern täglich für die Agrar- und Ernährungswende. Immer mehr Menschen
erkennen, dass Essen politisch ist und kaufen saisonal, ökologisch oder direkt bei
der Bäuerin. Das zeigt uns: Eine zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen für
alle sind möglich.


Wir schlagen Alarm bei der Agrarministerkonferenz!


Am 20. Januar, zum Auftakt der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“, treffen sich
LandwirtschaftsministerInnen aus der ganzen Welt in Berlin. Als Gastgeberin der
Agrarministerkonferenz steht die Bundesregierung dann im Licht der
Weltöffentlichkeit. Der perfekte Moment für uns! Während drinnen über unser Essen
und unsere Landwirtschaft entschieden wird, machen wir draußen Druck für die
globale Agrar- und Ernährungswende und für gerechten Handel.
Unsere Vorschläge für eine neue Agrarpolitik und Lebensmittelerzeugung liegen auf
dem Tisch. Aber: Die nächste Bundesregierung handelt nur, wenn unser Protest auf
der Straße unüberhörbar wird. Deswegen: Bring deinen Kochtopf mit und schlag
mit uns Alarm für gute Landwirtschaft und gesundes Essen – hier und
weltweit!


Demo: 20. Januar 2017, 11 Uhr, Berlin Hauptbahnhof


Was wir wollen
Weltweites Höfesterben stoppen +++ Für gesundes, gentechnikfreies Essen für alle
+++ Für Bauernrechte überall +++ Für eine Zukunft auf dem Land und in der Stadt
+++ Für ein solidarisches Europa – Geflüchtete willkommen +++ Für wirklich
artgerechte Tierhaltung und weniger Fleischkonsum +++ Für Ernährungssouveränität
und gerechten Welthandel +++ Für eine bienenfreundliche Landwirtschaft, die
Umwelt und Klima schützt +++ Für eine sozialgerechte bäuerliche und ökologische
EU-Agrarreform +++ Für viele junge Menschen in die Landwirtschaft +++ Gegen die
Vertreibung von Kleinbäuerinnen und -bauern auf der ganzen Welt!


Wer wir sind


Wir haben Agrarindustrie satt! – wir sind Bäuerinnen und Bauern, von konventionell
bis bio, von Tierhaltung bis Ackerbau. Wir sind LebensmittelhandwerkerInnen,
VerbraucherInnen, ImkerInnen und TierschützerInnen, UmweltaktivistInnen, Aktive
der Entwicklungszusammenarbeit, engagierte Jugendliche, Menschen aus Stadt und
Land und viele mehr. Wir gehen seit 2011 gemeinsam auf die Straße und streiten für
gute Landwirtschaft und gesundes Essen!

 

  • Abfahrt um 5:30 Uhr früh in Nürnberg, am Nelson-Mandela-Platz, beim Südausgang des Hauptbahnhofs
  •   Ankunft in Berlin am Potsdamer Platz ca. 11.00 Uhr
  •     Rückfahrt von Berlin um 17.00 Uhr
  •     Rückkehr ca. 22.30 Uhr in Nürnberg am Parkplatz beim Südausgang des Hauptbahnhofs in Nürnberg.
  •     Preis für Hin- und Rückfahrt 25 Euro
  •      Anmeldung erforderlich

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich mit Vor- und Zuname, Adresse, Telefon-Nr., Handynummer und E-Mail-Adresse
bis spätestens Freitag, 12. Januar 2018 an bei:

Bund Naturschutz in Bayern e.V.
Landesfachgeschäftsstelle
Bauernfeindstr. 23, 90471 Nürnberg,
Tel. 0911 / 81 87 8-21, Fax 0911 / 86 95 68
landwirtschaft-wald@bund-naturschutz.de

Die Reservierung  gilt erst nach Anmeldebestätigung und Überweisung der Fahrtkosten.

Bitte überweisen Sie nach Anmeldebestätigung baldmöglichst den Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt
in Höhe von 25 Euro auf unser Konto bei der Volksbank Regensburg,
IBAN: DE70 7509 0000 0000 6041 00 /  BIC: GENODEF1R01
Betreff: Demofahrt Nürnberg-Berlin und Ihren Namen

Bei Stornierung der Anmeldung nach dem 14. Januar können wir das Fahrtgeld nur zurücküberweisen, wenn wir einen Ersatzteilnehmer finden.

Weitere Informationen senden wir Ihnen nach Anmeldung.

www.wir-haben-es-satt.de

 

 

weitere Information unter: www.wir-haben-es-satt.de