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Ortsgruppen

Herzlich willkommen bei der Ortsgruppe Heideck

Kontakt:

Gerlinde Grün-Harrer,1. Vors , Birkenstr.1,91180 Heideck
09177-1336, g-gruen-harrer(at)t-online.de
Ruppert Zeiner, stellvertr. Vors. , An der Gredl 22, 91180 Heideck
09177-1451


Gerlinde Grün-Harrer als Ortsgruppen-Vorsitzende bestätigt

Die Bund Naturschutz (BN) Ortsgruppe (OG) Heideck hatte bei ihrer Jahreshauptversammlung neben der Verabschiedung von Ruppert Zeiner und Reinhard Spörl die turnusgemäße Vorstandschaftswahl und zwei Vorträge von Karl-Heinz Neuner über das Rebhuhn und die Zitterpappel auf der Tagesordnung. BN-Kreisvorsitzende Beate Grüner informierte über anstehenden Aktivitäten und beklagte den zunehmenden Flächenverbrauch.

Mit der Begrüßung der Mitglieder im evangelischen Gemeindehaus vollzog stellvertretender OG-Vorsitzender Ruppert Zeiner quasi seine letzte Amtshandlung, da er diesen Posten als letzten seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten nach 38 Jahren im Naturschutz an diesem Abend niederlegte.

Gerlinde Grün-Harrer gedachte als OG-Vorsitzende in ihrem Rückblick zuerst an den im letzen Jahr verstorbenen Laibstädter Albert Struller, der bei der Gründung der einstigen gemeinsamen OG Heideck von BN und Landesbund für Vogelschutz (LBV) im Jahr 1988 zu ihrem Stellvertreter gewählt worden war. Ende 2025 waren in Heideck 131 BN-Mitglieder verzeichnet. Die 18 Aktionen und Veranstaltungen stellte Grün-Harrer nochmals kurz im Bild dar. Beliebt waren in der Bevölkerung die vier verschiedenen Wanderungen von Karl-Heinz Neuner und auch die Bierkellerwanderung von Ruppert Zeiner. Mit Bärbel Grebenau-Klehr, die die Amphibienrettung bei Rambach organisierte, und Ramona Bischof hatte Grün-Harrer spezielle Angebote für Kinder und junge Erwachsen parat. Sowohl das Basteln im Rahmen des Sommerferienprogramms, die Müllsammelakton und das Blumenzwiebelpflanzen im Herbst, als auch die Teilnahme am Heimatfest-Trödelmarkt und am Weihnachtsmarkt stießen auf großes Interesse. Ein enormer Erfolg war die gemeinsame Vorführung des Films „Ein Himmel voller Bienen“ mit der Klimaschutzstelle des Landratsamts im Bunker Thalmässing. Es mussten dazu noch zahlreiche Stühle in den Saal gebracht werden.

Auch Reinhard Spörl war als Kassier das letzte Mal tätig, als er seinen Bericht vortrug. Er konnte nach der Wahl seinem Nachfolger eine solide finanzielle Ausstattung der OG übergeben. Zu seiner und Zeiners Verabschiedung aus der Vorstandschaft fanden Grün-Harrer und Kreisvorsitzende Grüner viele Worte des Dankes und überreichten ihnen Geschenke. Spörl war seit 1997 als Kassier für den BN und jahrelang auch für den LBV tätig. Besonders bei den praktischen Arbeiten, wie z. B. auf der LBV Streuobstwiese war auf ihn Verlass. Zeiner, der von 1988 bis 2024 als LBV OG-Vorsitzender gleichberechtigt und wechselseitig stellvertretend in der gemeinsamen Ortsgruppe mit Grün-Harrer tätig war, hatte vieles im Naturschutz in Heideck auf die Füße gebracht.

Karl-Heinz Neuner, der schon vor 50 Jahren Mitglied im BN wurde, wurde ebenfalls geehrt. Er bekam die goldene Verbandsnadel von Grüner angesteckt, die ihn für seine Arbeit in den Arbeitskreisen Landwirtschaft und Jagd lobte. Grün-Harrer erwähnte aus einer dreiseitigen Liste mit seinen Aktivitäten nur die wichtigsten. So die vielen Exkursionen, Vorträge, Arbeitseinsätze und zuletzt die Anregung zur Informationstafel über die Europäische Hauptwasserscheide südlich von Selingstadt. Weiterhin wurde Bärbel Grebenau-Klehr mit der silbernen Verbandsnadel geehrt. Die bronzene gab es für Christiana Beer, Fritz Klehr, Gabi Huhn, Heike Meier, Caro und Max Zottmann.

Somit waren für die Vorstandswahlen einige neue Posten zu besetzen. Vorsitzende Gerlinde Grün-Harrer erklärte sich bereit, noch für zwei Jahre das Amt auszuüben, damit sie die 40 Jahre vollbekommt. Zu ihrer Stellvertreterin wurde Ramona Bischof, zum Schriftführer Ralf Kosmann und zum Kassier Michael Bischof gewählt. Als Beisitzer wurden neben Bärbel Grebenau-Klehr, Martin Harrer und Karl-Heinz Neuner neu ins Amt gewählt Iris Lang und Simon Jäger.

Abschließend informierte Beate Grüner über die heuer erneut gestartete Biberkartierung im Landkreis Roth. Die BN-Jahrezeitenwanderungen führen ins Wernloch bei Wendelstein. Beim gemeinsamen Jahresvortrag von BN und LBV informiert der LBV über den Bartgeier. Eine Exkursion führt auf den Heidenberg. In Roth wird es wieder eine Kleidertauschbörse geben. Es werden im Landkreis vermehrt Aktionen für Kinder geplant. Grüner kritisierte, dass der Flächenverbrauch mehr zu, als abnimmt. Richard Radle, der als Kreisgruppen-Geschäftsstellenleiter dazu extrem viele Stellungnahmen verfasst, geht in diesem Jahr in den Ruhestand. Mit einer Stellenausschreibung soll ein Nachfolger gefunden werden, den Radle noch einarbeiten soll. Die genaueren Anforderungen und alle Informationen zu den Veranstaltungen sind der 69. Distel zu entnehmen, die an die Mitglieder verteilt wird und z. T. auch öffentlich in Rathäusern ausliegen.


Winterwanderung in stilles Tal

Für die traditionelle Winterwanderung der Ortsgruppe Heideck im Bund Naturschutz (BN) hat sich Karl-Heinz Neuner wiederum eine neue Tour ausgedacht, die bestimmt nicht alle Heidecker kennen. Dabei hatten auch die Kinder ihren Spaß auf kleinen vereisten Flächen-

Noch lag am Sonntag Nachmittag kein Schnee um Selingstadt. So mussten die fast 30 Teilnehmer der Winterwanderung diesmal auf das Spurenlesen von Wildtieren im Schnee verzichten, wie BN Ortsgruppenvorsitzende Gerlinde Grün-Harrer bei ihrer Begrüßung an der Kirche bedauerte. Karl-Heinz Neuner hielt sich als Leiter der zweieinhalbstündigen Wanderung nicht länger mit Vorreden auf, als er den Teilnehmern mitteilte, „dass es heute in die Höll“ gehe; genauer gesagt in den Höllachgraben nordöstlich von Selingstadt. Vorbei an der vereisten ehemaligen Kläranlage des Ortes, konnte Neuner an verschiedenen Stapeln von Baumstämmen die Arten erklären. Die Zitterpappel, die zum Baum des Jahres gewählt wurde, erzeugt ein schnellwüchsiges, weiches Holz. „Ich kenne es von den früheren Zündhölzern,“ erinnerte sich Neuner an seine Jugendzeit. Auch zu frisch geschnittenen Kiefern und Erlen mit ihrem orangen Holz konnte Neuer als Jäger einiges erzählen. Die vereinzelten kleineren Eichen sind seiner Meinung nach auf den Eichelhäher zurückzuführen. „Seine Saat ist forstwirtschaftlich interessant,“ lobte er diesen gefiederten Pflanzer. „Im Höllachgraben verläuft die Gemeindegrenze zwischen Heideck und Thalmässing; genauer zwischen Tiefenbach und Selingstadt,“ erklärte er in dem über einen Kilometer langen Wiesental an den Grenzsteinen. Nördlich wachsen meist Kiefern, südlich dagegen meist Fichten. Schonungen mit Tannen, Esskastanien und Roteichen sollen einem zukunftsfähigen Waldumbau dienen. Auffällig war für Teilnehmer, die schon in früheren Jahren mit Neuner unterwegs waren, dass es hier in den Kiefernkronen weniger Misteln gibt. Jagdliche Besonderheiten, wie Salzlecken und Fuchsbau erklärte Neuner den Kindern, die sich auch über vereiste Stellen auf der Winterleitenwiese freuten. Das Höllachbächlein floß derweil unter einer gefrorenen Oberfläche weiter in Richtung Eysölden. Auch ein Quellaustritt aus dem Hang war in Eis erstarrt. Dieses zum Glück nicht erschlossene Tal ist wieder ein Fleck vom unbekannten Heideck, wie ein Teilnehmer abschließend anmerkte.