Gute Wahl beim Christbaumkauf

BN-Einkaufsführer für regionale und ökologische Weihnachtsbäume:

Bis 2030 soll laut Volksbegehren „Rettet die Bienen“ der Bio-Anbau in Bayern einen Anteil von 30 % erreichen. Damit soll der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft verringert und die Artenvielfalt verbessert werden. Aus diesem Grund wirbt der BUND Naturschutz in Bayern (BN) auch für mehr Bio bei Kauf von Weihnachtsbäumen. „Wir rufen die Verbraucher dazu auf, Bio-Weihnachtsbäume zu kaufen, die ohne Kunstdünger und Pestizide groß geworden sind“, so Dr. Beate Grüner, Kreisgruppenvorsitzende der BN-Kreisgruppe Roth.

„Wir werben aber auch bei Waldbesitzern, Plantagenbetreibern und Verkäufern mehr Bio-Weihnachtsbäume anzubieten.“ Es müssen sich Nachfrage, aber auch Angebot deutlich ausweiten. Daher bewirbt der BN auch in diesem Jahr Anbaubetriebe, Verkaufsstände und Freizeitaktionen, bei denen sich VerbraucherInnen mit giftfreien Christbäumen eindecken können. Auch in diesem Jahr konnten neue Betriebe in die Liste der Anbieter aufgenommen werden. „Wir freuen uns, dass wir in unserem bayernweiten BN-Einkaufsführer immer mehr Verkaufsstellen für Bio-Bäumen aufführen können“, so Ralf Straußberger, Waldreferent des BN. Mittlerweile werden in allen Regierungsbezirken Bio-Bäume angeboten.

Verschiedene Anbaustandards der Verbände

Dabei reicht die Palette des pestizid- und düngerfreien Anbaus von den hohen Standards der Bio-Anbauverbände Demeter, Bioland, Biokreis und Naturland über EU-Bio-Zertifizierungen bis hin zu freiwilligen Selbstverpflichtungen von Anbauern, die aus verschiedenen befinden sich am Ende der Pressemitteilung.

Am besten aus frisch dem Wald oder bio und regional

„Das Optimale ist bio-zertifiziert bzw. giftfrei aus dem Wald und aus der Region“, so Straußberger. „Aber dazwischen gibt es natürlich viele Abstufungen“. An Verkaufsständen angebotene, konventionelle Weihnachtsbäume haben oft schon weite Transportwege hinter sich, wenn sie z.B. aus dem Sauerland oder gar aus Dänemark kommen. Dies trägt zu höheren Schadstoffbelastungen bei und ist schlecht für Klima, Mensch und Umwelt. Der BN empfiehlt deshalb einen Weihnachtsbaum aus der Region zu kaufen. Am umweltschonendsten erzeugt sind heimische Nadelbäume aus den hiesigen Wäldern, die auch im Rahmen der Waldpflege anfallen oder auf Leitungstrassen wachsen. Problematisch sieht der BN, dass die ca. 50.000 Hektar an Weihnachtsbaumplantagen in Deutschland als landwirtschaftliche Flächen für die Erzeugung von Nahrungsmitteln nicht mehr zur Verfügung stehen. Für skandalös hält es der BN, wenn für Plantagen teilweise sogar Wälder „gerodet“ werden. „Wir appellieren an Waldbesitzer und Förster, mehr Weihnachtsbäume aus ihren Wäldern anzubieten. Diese fallen bei der Waldpflege sowieso an. Bisher stammen nur etwa 5 % der Weihnachtsbäume direkt aus dem Wald“, so Straußberger. Immerhin werden zunehmend Aktionen zum „Weihnachtsbaumfällen“ angeboten. Das Aussuchen und Fällen des eigenen Baumes wird so zum Erlebnis für die ganze Familie.

Giftdusche bleibt nicht ohne Wirkung

Im Jahr 2017 hatte der BUND zusammen mit dem BN zuletzt in einer deutschlandweiten Stichprobe in 13 von 17 Weihnachtsbäumen Pestizide gefunden. Auch wenn die gefundenen Mengen wahrscheinlich nicht akut gesundheitsschädlich sind, ist nicht auszuschließen, dass die Rückstände in beheizten Räumen an die Umgebung abgegeben werden können und bei empfindlichen Menschen zu Reizungen führen können. Von den Auswirkungen auf die Artenvielfalt in den Christbaumplantagen ganz zu schweigen. „Wir sind besorgt, da Tests bei Weihnachtsbäumen wiederholt zeigen, dass in konventionellen Weihnachtsbaumplantagen verbreitet Herbizide, Insektizide und Fungizide eingesetzt werden“, so Mergner. „Wir fordern, dass die Pestizidanwendung in den Christbaumkulturen reduziert und mittelfristig eingestellt werden muss, weil es gute Alternativen gibt, wie unsere wachsende Anbieterliste zeigt“.

BN-Tipps für den Christbaumkauf im Landkreis Roth

Christbaumschlagen mit der BN-Ortsgruppe Hilpoltstein am Samstag, den 21. Dezember ab 9.30 Uhr. Unter der Leitung von Förster Alfons Herzog kann man sich seinen Christbaum selber aussuchen und absägen. Sägen bitte mitbringen. Treffpunkt: Abzweigung an der Straße zwischen Eysölden und Stauf.

Christbaumaktion der BN-Ortsgruppe Schwanstetten am Samstag, 21.12. um 14.00 Uhr, mit Förster Hubert Riedel vom Forstbetrieb Allersberg; Treffpunkt: Leerstetten am ehem. Kirchweihplatz, Ende Further Straße. Bitte, wenn möglich, Säge mitbringen. Danach gibt es Glühwein, Kinderpunsch und Gebäck. Prosecco, Wein und Käse aus biologischem Anbau gibt’s zum Kosten und zum Mitnehmen. Kinder können Stockbrot backen.

In  Schwabach Verkauf von bio-zertifizierten Christbäumen aus dem Spessart von Marx GmbH, (neben konventionell erzeugten Bäumen), Mo – Sa 8 – 20 Uhr, bei  Obi, Nürnberger Str. 86

In Roth, Verkauf von bio-zertifizierten Christbäumen aus dem Spessart von Marx GmbH, (neben konventionell erzeugten Bäumen), Mo – Sa 8 – 20 Uhr, bei Obi, Gildestr. 1