03.03.2020 Kommunalwahl ist Klimawahl

Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Die Kommunen spielen eine zentrale Rolle beim Natur- und Klimaschutz. Die Weichen in eine Zukunft für uns alle, unsere Kinder, Enkel und Urenkel, die von einer lebenswerten und intakten Umwelt, von Frieden, Wohlstand und Sicherheit geprägt sein soll, müssen jetzt gestellt werden - auch in Allersberg.

Laut dem IPCC-Klimabericht (vom Weltklimarat der UNO), den  zehntausende von renommierten Wissenschaftlern aus aller Welt verfasst haben, bleibt der Menschheit nur noch ein Zeitfenster von wenigen Jahren, um die Chance zu wahren, das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten und den globalen Temperaturanstieg um 1,5 Grad Celsius zu beschränken.

Um dieses Ziel  zu erreichen, braucht es konkrete, wirkungsvolle Maßnahmen. Die ersten Auswirkungen durch die Klimakrise sind mittlerweile in Bayern ganz konkret vor Ort spürbar. Ob Tropennächte, niedrige Grundwasserspiegel, sich häufende Stürme oder absterbende Bäume.
Bei der Bewältigung der Klimakrise können gerade die Kommunen sehr viel gestalten und umsetzen, auch wenn sie natürlich die entsprechenden Rahmenbedingungen durch die Bayer. Staatsregierung, die Bundesregierung, die Europäische Union und die internationale Staatengemeinschaft brauchen.

Unser Marktgemeinde Allersberg bestimmt darüber, wieviel Emissionen vor Ort vom Verkehr oder durch Industrie und Gewerbe usw. ausgestoßen werden. "Auch über die Fragen der Energie- und Wärmeversorgung, die Nutzung von erneuerbaren Energien (Windräder, Sonnenenergie) und den Flächenschutz wird vor Ort entschieden", zählt Walter Marx, Vorsitzender der Ortsgruppe Allersberg im Bund Naturschutz die Handlungsspielräume auf kommunaler Ebene auf.

Ganz konkret fordert die BN-Ortsgruppe für Allersberg: "Dem Naturschutz in unserer Gemeinde muss wieder ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Der immense Flächenverbrauch in Allersberg muss reduziert werden. Biotope dürfen nicht zerstört werden".

Auch zur Umsetzung des Volksbegehrens Artenvielfalt sieht der BN die Kommunen in der Pflicht: "Kommunale Flächen müssen wildbienenfreundlich, für den Menschen attraktiv und gleichzeitig pflegeleicht angelegt werden. Der Insektenschutz muss durch Verzicht auf Pestizide oder Mulchen Vorrang haben".

Natur-, Umwelt- und Klimaschutz werden direkt vor Ort umgesetzt. Weil die Gemeinderatswahl in erster Linie eine Persönlichkeitswahl ist, haben wir die Kandidatinnen und Kandidaten aufgefordert, an einer Fragebogenaktion zum Umweltschutz in der Marktgemeinde Allersberg teilzunehmen. Insgesamt haben sich mittlerweilen 15 Kandidatinnen und Kandidaten aus drei Parteien an der Aktion beteiligt. Die Ergebnisse sind auf der Homepage des Bund Naturschutz einsehbar:

Der BN hat aber nicht nur die kommunalen Aktionsmöglichkeiten im Fokus, sondern fordert auch, dass sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die richtigen Rahmenbedingungen einsetzen werden. Das wäre z.B. eine Ökoligisierung der Agrarzahlungen, ein anspruchsvolles Klimaschutzgesetz, eine verbindliche Begrenzung des Flächenverbrauchs und ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen.

Deshalb unser Appell: Klima- und Naturschutz betrifft uns alle! Jeder kann mit seiner Wahlentscheidung auf örtlicher Ebene darauf Einfluß nehmen!

Fragebogen zur Gemeinderatswahl in Allersberg am 15.03.2020


Antworten von 15 Kandidatinnen und Kandidaten aus drei Parteien

 

 

Umwelttag 2019 auf der Streuobstwiese

Am Freitag, den 18.10.2019 fand auch in Allersberg wieder der Umwelttag des Gymnasiums Hilpoltstein für die in Allersberg wohnhaften Schülerinnen und Schüler statt.
Es waren etwa 30 Schüler, begleitet von Ihrem Lehrer, Herrn Stefan Gaul, die sich in Allersberg am Umwelttag beteiligten. Die Marktgemeinde hatte durch Herrn Jörg Wagenknecht-Hirth und Herrn Michael Betz vom Umweltamt wieder ein abwechslungsreiches und wissensvermittelndes Programm zusammengestellt.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Daniel Horndasch marschierten alle zu Fuß auf die Streuobstwiese, die von Walter Marx, von der Ortsgruppe Allersberg im Bund Naturschutz vorher gemäht worden war. Nach einer Erläuterung durch Wagenknecht-Hirth zur Naturbedeutung der Streuobstwiese machten sich die Schüler eifrig ans Werk und räumten das Mähgut an den Rand der Streuobstwiese, damit die Fläche ausgemagert wird und in den nächsten Jahren wieder eine schöne, extensiv genutzte Wiese erblüht.
Anschließend wurden die Schüler vom Förster, Herrn Lukas Ullrich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth durch den Wald geführt und erfuhren von ihm spielerisch allerhand Wissenswertes.
Den Abschluss bildete der örtliche Imkerverein, der in Person von Herrn Dieter Blacha den Kindern das Leben im Bienenstock und die Arbeiten und Werkzeuge im Zusammenhang mit der Imkerei näher brachte.

 

 

 

Jahresausflug am 14. September 2019 zum Schlossgarten Dennenlohe, nach Dinkelsbühl und auf den Hesselberg

Ziel unseres diesjährigen Ausflugs war das Schloss Dennenlohe in der Nähe des Altmühlsees. Der von den Schlossbesitzern, dem Ehepaar von Süsskind, sehr naturnah angelegte Schlosspark hat eine Ausdehnung von 26 Hektar mit einem 7 Hektar großen See, der mit 3.000 Seerosen bewachsen ist.
In dem Schlosspark soll es sich um den größten Rhododendronpark Süddeutschlands handeln.
Am Nachmittag ging es weiter zu einer Stadtbesichtigung in die historische Altstadt von Dinkelsbühl.
Auf der Heimfahrt machten wir noch einen Abstecher auf den 689 m hohen Hesselberg. Bei guter Sicht hatten wir einen weiten Blick ins Frankenland.
Text und Fotos: Wolfgang Backfisch

Volksbegehren "Artenvielfalt-Rettet die Bienen" vom 31.01. - 13.02.2019 in Bayern

Zusammen mit den Allersberger Inkern informierte die Ortsgruppe Allersberg im Bund Naturschutz während des Bauernmarktes am 26.01.2019 vor dem Allersberger Rathaus interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Ziele und Hintergründe des Volksbegehrens.

Das Interesse war groß! Die Hürde ist auch groß!

Innerhalb von 14 Tagen müssen sich 1/10 der Wahlberechtigten in Bayern, das sind gut eine Million Bürger, zu ihrer zuständigen Gemeindeverwaltung begeben, sich legitimieren und das Volksbegehren unterschreiben, um diesem zum Erfolg zu verhelfen.

Ziel des Volksbegehrens ist nicht allein die Rettung der Bienen, sondern der gesamten Insektenwelt einschließlich der Schmetterlinge und Vögel. So sind über 50 % der Bienenarten bedroht und über 80 % der Falter bereits verschwunden. Als Folge dessen werden auch immer mehr bestimmte darauf angewiesene Vogelarten dezimiert.

Hauptgrund der Misere ist wohl der gestzlich zugelassene, übermäßige Dünger- und Pestizideinsatz in der Landwirtschaft der vergangenen zwei Jahrzehnte. Deshalb sollte vor allem eine ökologische Landwirtschaft durch Änderung der derzeit geltenden Agrarförderung unterstützt werden, um den folgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Das alles geht aber nur mit den Bauern. Das Volksbegehren fordert eine fair bezahlte, naturnahe bäuerliche Landwirtschaft, die Anlage von Hecken, Büschen, Feldrainen und Bauminseln, sowie entlang der Gewässer 5 Meter breite Uferrandstreifen. 

Ein breites Bündnis aus Gesellschaft, Parteien und auch der Kirche unterstützt das Volksbegehren und kämpft für die Artenvielfalt in Bayern. Das sind derzeit etwa 170 zivile Organisationen und Unternehmen. Der Ernst der Lage ist also erkannt worden.

Gehen Sie hin und tragen Sie sich ein!

Text und Fotos: Wolfgang Backfisch

 

 

 

Umwelttag am Freitag auf unserer Streuobstwiese

Auf unserer Streuobstwiese an der Freystädter Strasse fanden sich zum Umwelttag der Marktgemeinde Allersberg am Freitag, den 19. Oktober 2018 insgesamt 44 Buben und Mädchen, nämlich von der 4. Jahrgangsstufe der Grundschule Allersberg und von der 6. und 7. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Hilpoltstein nebst Lehrkräften ein.

Zunächst galt es, das einige Tage zuvor gemähte Gras zusammen zu rechen und an den Waldrand zu schaffen. Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache. Einer spornte den anderen an. So war die Arbeit bereits nach etwa zwei Stunden erledigt.

Bei einer anschließenden kleinen Stärkung erklärte der Hauptorganisator der Veranstaltung, Herr Wagenknecht-Hirth von der Marktgemeinde Allersberg, den Schülern die große ökologische Bedeutung einer Streuobstwiese. Er betonte, dass auf dieser Fläche schon seit etwa 25 Jahren keine Düngung mehr erfolgt sei. Deshalb würden sich immer mehr Pflanzen ansiedeln, die ausschließlich auf sog. Magerrasen gedeihen. Einige erste Ochideen zeigen sich schon. Ein Paradies für Insekten und Schmetterlinge!

Die etwa 70 Obstbäume (überwiegend Hochstämme) sind ab 1996 von der BN-Ortsgruppe gepflanzt worden. Viele alte Sorten sind darunter, wie z.B. der Winterrambur, der Gewürzluikenapfel, die Zabergäu Renette, die Winterforellenbirne usw..

Laut Wagenknecht-Hirth werde die Ortsgruppe  wegen der überreichen Ernte heuer erstmals auch Obst zu Apfelsaft verarbeiten. Dieser werde dann auf dem Allersberger Weihnachtsmarkt zum Verkauf in 5-Liter-Bags angeboten.

Anschließend wurden verschiedene Gruppen gebildet. Förster Ulrich Lukas führte die Kinder in den naheliegenden Wald und erklärte ihnen anhand von praktischen Beispielen die Geheimnisse des Waldes.

Herr Bacha und Herr Faber von den Allersberger Imkern, die auf der Streuobstwiese dauerhaft auch Bienenkästen aufgestellt haben, brachten den Schülern anhand von aufgestellten Schautafeln das Leben der Bienen nahe. Die Kinder stellten viele Fragen und wurden über die vielfältigen Gefahren, denen die fleißigen Honigsammler heutzutage ausgesetzt sind, aufgeklärt.
Text und Fotos: Wolfgang Backfisch

Jahresausflug am 21. Juli 2018 nach Prichsenstadt und zur Burgruine Speckfeld

Diesmal ging es nach Prichsenstadt im fränkischen Weinland zwischen Main und Steigerwald.
Wir besichtigten mit einem örtlichen Führer das gut erhaltene kleine mittelalterliche Städtchen (3.200 Einwohner). Das Stadtbild wird geprägt von Fachwerkhäusern, Stadttoren und Kopfsteinpflaster.

Nach dem Mittagessen fuhren wir etwas weiter südlich an den Fuß des Schlossbergsattels mit der Burgruine Speckfeld. Von der einstigen Höhenburg stehen nur noch einige Außenmauern. Das Gelände ist unterhöhlt von teilweise eingestürzten Kellern und Gängen, in denen nun viele Fledermäuse hausen.

An das Burggelände schließt sich am Nordhang ein 18,6 ha großes Natur-Waldreservat der Bayer. Forstverwaltung an, welches seit 1978 auch wegen der Steilheit dieses Nordhanges und damit erschwerter Nutzungsmöglichkeit sich selbst überlassen wird. Umgestürzte Bäume bleiben einfach liegen, was zu einem hohen Totholzanteil führt. Hier ist z.B. noch die größte heimische Käferart, der Hirschkäfer mit etwas Glück  zu beobachten. Dominant ist die Eiche, mit teilweise sehr dicken Stämmen, begleitet von der Rotbuche, Hainbuche, Winterlinde und anderen Edellaubhölzern. Im Frühjahr ist der Waldboden an etwas lichteren Stellen flächig bewachsen mit Bärlauch. Wir alle waren beiindruckt, wie sich der Wald seit etwa 40 Jahren vom "normalen Wald" hin zu einem "Urwald" entwickelt hat. Bis man ihn aber wirklich Urwald nennen darf, dürften bestimmt noch einige hundert Jahre vergehen.
Text und Fotos: Wolfgang Backfisch

Jahresausflug am 07.10.2017 in den Weltenwald bei Freising

Das Ausflugsziel von 20 Naturschützern aus Allersberg unter Führung von Manfred Kinzler war heuer der ca. 100 ha große Kranzberger Forst (sog. Weltenwald) bei Freising. Hier gibt es etwa 600 Baum- und Straucharten aus aller Welt zu bestaunen.
Vom amerikanischen Mammutbau, über Tulpenbäume, Libanon-Zedern oder Japanische Schirmtannen ist alles vertreten, was auch unseren klimatischen Bedingungen entspricht. Das Gelände ist das ganze Jahr über geöffnet. Mitten im Wald steht eine Kirche mit angrenzendem halb verfallenen Friedhof. Das dazugehörige Dorf wurde schon vor vielen Jahren aufgegeben und abgerissen.

Anschließend besuchten wir noch das Hopfenmuseum in Wolnzach mitten in der Hallertau, der größten Hopfenregion der Welt.
Text und Fotos: Wolfgang Backfisch

Jahresausflug 2016

Am 11.09.2016 führte unser Jahresausflug an den Altmühlsee. Bei herrlichem Wetter spazierten wir mit Führung über Stege zur Aussichtskanzel auf der Vogelinsel. Wir konnten sogar die Flugkünste von zwei Seeadlern über dem See verfolgen. Zum Abschluß besuchten wir noch das nahegelegene Limeseum im Römerpark Ruffenhofen.
Text und Fotos: Wolfgang Backfisch

Baubeginn des lang ersehnten Amphibenbiotops

Der Baggerfahrer hat am 23.01.2015 um 10.00 Uhr seine Arbeit am Amphibienbiotop beendet.
Das Werk ist gut gelungen. Der Teich ist strukturiert mit tieferen Bereichen, aber auch Flachwasserzonen. 
Wasser läuft an den tieferen Stellen (Feuerletten) auch schon zusammen.
Der Baggerfahrer meint, seiner Erfahrung nach, sollte anhand der Lage und des Aushubmaterials genügend Wasser zusammenlaufen.
Daten:
Größe des Biotops ca. 250 qm.
Größte Tiefe ca. 1,70 m.
Material: Bis 1 m Tiefe lehmiger Sand, dann Feuerletten.

Ziel: Bis in spätestens 5 Jahren die Amphibien auf den neuen Standort umzugewöhnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahresausflug der Ortsgruppe 2013

 

Der diesjährige Ausflug der OG stand unter dem Motto Wasser.
Wir sind nicht weit gereist, haben aber viel gesehen:
Stationen:
- Renaturierung der Sulz
- die Sinterterrassen im Kaisinger Tal
- der Sulzpark in Beilngries 
- die Kratzmühle als angenehmer Ort für´s Kaffeetrinken
- der Kauerlacher Weiher

 

Ein Storch für Allersberg - Ein erster Erfolg ...

10.04.2013

Im Märzenbecherwald tut sich was ...

Märzenbecher im Schnee,
ich war heute an dem von unserer Ortsgruppe betreuten Märzenbecherstandort bei Ebenried.
Die von uns gepflanzten Weiden und Erlen entwickeln sich prächtig.
Die Märzenbecher stehen in voller Blüte, die Sonne heute Vormittag hat  die Blüten geöffnet. 

Frohe Ostern an alle,
Wolfgang Backfisch

 

 

 

 


 
Zünftiger Jahresauftakt in der Sauerlohhütte am 04.01.2013
- hier ein paar Impressionen

Helmut Kinninger - Naturschützer und Musiker aus Leidenschaft
(LBV Magazin Der Lockvogel v. Ende 2012)

Weihnachtmarkt 2012

dieses Mal mit dem passenden Wetter, kalt und Schnee ohne Ende.
... sehr erfolgreich, viele Besucher, nette Gespräche.
Besonders gut gingen die Insektenhotels weg